Zum Inhalt springen

Luhmann und Laaser: „Für die Menschen zählen keine Zuständigkeitsgrenzen“

Unna im Baustellen-Stau – bessere Koordination gefragt

Mindestens acht verkehrsrelevante Baustellen und Sperrungen betreffen allein im Oktober das Unnaer Stadtgebiet und sein unmittelbares Umfeld. Besonders die gleichzeitigen Einschränkungen an A1 und A44, an der Unnaer Straße und der Dortmunder Straße sorgen dafür, dass es zu den Stoßzeiten auf vielen Strecken nur noch langsam vorangeht. 

„Wir werden inzwischen regelmäßig von Menschen angesprochen, die morgens oder nachmittags lange im Stau stehen“, erklärt Sebastian Laaser, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Ratsmitglied für den Bereich rund um den Hallohweg. „Der Ausweichverkehr landet dann zunehmend auf Straßen, die dafür eigentlich nicht gedacht sind.“ 

Die SPD-Ratsfraktion hat deshalb eine Anfrage an die Stadtverwaltung geschickt. 

Unterstützung erhält sie von Maik Luhmann, Vorsitzendem der SPD-Kreistagsfraktion und Kreistagsmitglied für Königsborn und Afferde. „Uns ist völlig klar, dass nicht jede Baustelle von der Stadt Unna geplant oder gesteuert wird“, sagt Luhmann. „Aber für die Menschen zählt am Ende nicht, ob Stadt, Straßen.NRW oder Autobahn GmbH zuständig sind. Wenn mehrere große Maßnahmen gleichzeitig stattfinden, muss die Abstimmung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg funktionieren.“ 

Die SPD möchte deshalb wissen, wie die verschiedenen Baulastträger ihre Planungen abstimmen, welche Erkenntnisse über Ausweichverkehre vorliegen und ob die Information der Bevölkerung noch stärker gebündelt werden kann. 

Die bestehende Baustellenübersicht der Stadt sei dabei eine gute Grundlage. „Was uns bei einer solchen Ausnahmesituation fehlt, ist der Gesamtblick: Welche Sperrungen treffen gleichzeitig aufeinander? Wo entstehen die größten Engpässe? Und wo müssen sich Pendlerinnen und Pendler auf besondere Belastungen einstellen?“, so Laaser. 

Maik Luhmann ergänzt: „Baustellen lassen sich wegen nötiger Sanierungen nicht vermeiden. Aber man kann versuchen, sie besser aufeinander einzutakten – und vor allem dafür sorgen, dass die Menschen frühzeitig erfahren, was auf sie zukommt“.