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SPD-Antrag erfolgreich

Nachtfahrverbot für Radler wird aufgehoben

Der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung der Kreisstadt Unna hat beschlossen, das nächtliche Fahrverbot für Fahrräder in der Fußgängerzone wieder aufzuheben. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion fand damit Zustimmung.

Künftig soll das Radfahren in der Fußgängerzone wieder zwischen 21 Uhr und 8 Uhr erlaubt sein. Die Stadtverwaltung wird nun die Umsetzung der neuen Regelung vorbereiten. „Wir werden die notwendigen Schritte umsetzen“, kündigte Bürgermeister Dirk Wigant in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause an. Dazu gehören insbesondere die Bestellung und Montage neuer Verkehrszeichen.

Mit ihrem Antrag hatte die SPD-Fraktion gefordert, das seit Anfang 2025 geltende Nachtfahrverbot zurückzunehmen. Zur Begründung verwies sie auf den Innenstadt-Radring, der ursprünglich als attraktive und sichere Alternative zur Durchfahrt durch die Fußgängerzone dienen sollte. Nach Auffassung der SPD weist die Strecke jedoch weiterhin Mängel auf. Kritisiert werden unter anderem Defizite bei Beleuchtung, Markierung und Fahrbahnqualität. Insbesondere der Abschnitt durch den Stadtgarten werde von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Angstraum wahrgenommen und gemieden.

„Der Innenstadt-Radring sollte eine sichere und attraktive Alternative zur Durchfahrt durch die Fußgängerzone darstellen. Tatsächlich befindet sich das Projekt aber noch in Teilen im Umsetzungs- und Optimierungsprozess“, hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Laaser im Vorfeld der Beratung erklärt. Solange die Alternativroute noch nicht vollständig fertiggestellt und qualitativ überzeugend sei, halte die SPD-Fraktion das Nachtfahrverbot für nicht ausreichend begründet.

Mit dem Beschluss wird die frühere Regelung nicht vollständig wiederhergestellt. Während das Radfahren bis Ende 2024 bereits ab 19 Uhr erlaubt war, gilt die Freigabe künftig erst ab 21 Uhr. Damit soll den teilweise längeren Öffnungszeiten des Einzelhandels in der Innenstadt Rechnung getragen werden.

Unabhängig von der nun beschlossenen Änderung fordert die SPD-Fraktion die Stadtverwaltung weiterhin auf, die noch ausstehenden Maßnahmen zur Fertigstellung und qualitativen Verbesserung des Innenstadt-Radrings zügig umzusetzen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Situation erneut bewertet werden.