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„Ein konsequenter und überfälliger Schritt“

Bernd Dreisbusch und Sebastian Laaser äußern sich zu Ingrid Krolls Fraktions-Austritt

8. Oktober 2019 / in Pressemitteilungen

Ratssaal der Kreisstadt Unna Ratssaal der Stadt Unna. Bildquelle: Heimat Ruhrgebiet
Bernd Dreisbusch
Bernd Dreisbusch, Fraktions-vorsitzender

Hatte Bernd Dreisbusch, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Unna, die Austritte von Gudrun Friese-Kracht und Wolfgang Ahlers noch bedauert, bezeichnet er den nun erfolgten Austritt von Ingrid Kroll als „konsequenten und überfälligen Schritt“. Die Ratsfrau hatte bereits seit mehr als einem Jahr nicht mehr an den Fraktionssitzungen teilgenommen und wiederholt gegen die Sozialdemokraten gestimmt. „Unter diesen Voraussetzungen ist eine konstruktive Zusammenarbeit in der Tat nicht möglich“, so Bernd Dreisbusch.

Sebastian Laaser
Sebastian Laaser, Vorsitzender SPD Stadtverband Unna

Fassungslos zeigt sich der Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Laaser angesichts der Behauptung Ingrid Krolls, in der vergangenen Fraktionssitzung sei über ein Parteiausschlussverfahren gegen sie gesprochen worden. „Das stimmt in keiner Weise. Und dann muss ich mich doch sehr wundern, dass eine Kommunalpolitikerin eine so weitreichende Entscheidung wie ihren Fraktionsaustritt öffentlich mit Hörensagen begründet.“

Mehr als merkwürdig findet Sebastian Laaser auch die Häufung der Austritte in so kurzer Zeit, nachdem der Fraktion mit der Wahl von Bernd Dreisbusch zum Vorsitzenden und einem neuen Vorstand bereits im Juli ein guter Neustart gelungen ist. Auch das Votum von Findungskommission und Stadtverbandsvorstand für Katja Schuon als Bürgermeisterkandidatin erfolgte einstimmig und fand breite zustimmende Resonanz. „Dass da jetzt plötzlich so viele Störfeuer kommen, mag Zufall sein. Glauben kann ich daran so recht nicht.“

Ebenfalls kritisch sehen Bernd Dreisbusch und Sebastian Laaser die Tatsache, dass alle ausgetretenen Fraktionsmitglieder – abgesehen von der bereits im Juni gegangenen Anne-Katrin Wienecke – ihr Mandat nicht zurückgeben, sondern als Fraktionslose weiter im Rat verbleiben. „Wir denken, dass man mit gutem Gewissen sagen kann, dass sie ihre Wahl doch wohl in erster Linie der SPD und nicht ihrem eigenen Namen verdanken. Dem Wählerwillen wird dieses Verhalten nicht gerecht.“ Der Fraktionsvorsitzende und der Stadtverbandsvorsitzende hoffen, dass man sich nun wieder ganz auf die politische Arbeit zum Wohle der Unnaer Bürger konzentrieren kann. „Sich in der Sache offen und ehrlich zu streiten und um die richtigen Entscheidungen gemeinsam zu ringen ist gute sozialdemokratische Tradition. Nur wer dazu bereit ist, sucht das Beste der Stadt.“

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